Ein guter Newsletter ist niemals Spam

Ein guter Newsletter ist niemals Spam

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Wir alle kennen Newsletter, gute und schlechte, nervige, aber auch spannende.

Ein guter Newsletter ist niemals Spam

Für jedes Unternehmen ist der Newsletter eine große Chance, mit seinen KundInnen, PartnerInnen und Interessenten zu kommunizieren. Er kann aber auch schnell zum Flop werden, wenn man sich nicht an gewisse Regeln hält! Die Wortschneiderei hat ein paar Dos und Don‘ts im Umgang mit Newslettern zusammengefasst:

Erstes Do: Just do!

Wer sich bislang noch nicht getraut hat, einen Newsletter anzugehen, oder sich gedacht hat: „Ich habe doch gar nichts zu sagen“: Jetzt wird es Zeit! Mit einem Newsletter kann man relativ kostengünstig eine Bindung aufbauen, seine Fachkompetenz zeigen und sich in der Branche einen Namen machen. Und das kann schließlich jede Unternehmerin und jeder Unternehmer brauchen. Zu erzählen gibt es immer etwas – man muss die Geschichten nur finden. Und auch die Ausrede, man wolle schließlich seine KundInnen nicht zuspammen, gilt nicht. Wer informiert, spammt nicht.

Erstes Don’t: Spammen!

Was einen Newsletter von einem Spam-Mail unterscheidet, ist die Zustimmung des Empfängers. Während für eine Postsendung allein die Datenschutzgrundverordnung einzuhalten ist, gilt für eine E-Mail – genau wie für eine SMS oder einen Anruf – zusätzlich das Telekommunikationsgesetz (TKG). Hier steht geschrieben, dass E-Mails genau wie Anrufe zu Werbezwecken ohne vorherige Einwilligung des Empfängers unzulässig sind. Damit ist es auch nicht möglich, dass man vorab mal anruft und fragt, ob man eine E-Mail senden darf – denn der Anruf wird ebenso als Werbeanruf eingestuft. Dieses Gesetz gilt übrigens nicht nur für Privatpersonen, sondern auch für Unternehmen – greift also auch im B2B-Marketing.

Wer darf dann überhaupt noch beschickt werden? Bestehende KundInnen zum Beispiel, wenn die E-Mail-Adresse im Zusammenhang mit dem Verkauf einer Ware oder Dienstleistung erhoben wurde. Außerdem jede und jeder, der eine Einwilligung zum Erhalt des Newsletters erteilt hat, indem sie oder er sich zum Beispiel auf der Website für den Newsletter-Versand eingetragen hat oder schriftlich oder mündlich dem Erhalt zugestimmt hat. Diese Einwilligung kann man sich zum Beispiel über einen Brief einholen – denn Post für Werbezwecke zu versenden, ist ja erlaubt! Viele greifen hier auf Gewinnspiele oder Rabattaktionen zurück. Dasselbe funktioniert auch über Social Media und Online-Bewerbung der Website.

Zweites Do: Informieren statt werben!

Ein typisches Kennzeichen eines Newsletters ist der hohe Informationsgehalt. Nicht die Werbung steht im Vordergrund, sondern interessante Tipps und Neuigkeiten für den Leser. Damit gilt es, ein Image zu pflegen, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen und in Erinnerung zu bleiben. So werden Stammkunden-Beziehungen aufgebaut. Deshalb behandeln gute Newsletter auch Themen, die nicht unbedingt nur die Produkte oder das Unternehmen selbst in den Vordergrund stellen. Sie liefern Tipps, erzählen Geschichten aus der Branche und schaffen einen Mehrwert für die Leserin oder den Leser.

Newsletter Empfang

Zweites Don’t: Glauben, man hätte nichts zu erzählen!

„Geschichten liegen auf der Straße“: An diese alte Regel hielten sich Journalisten schon lange bevor es E-Mail-Newsletter überhaupt gab. Aber sie greift auch hier. Jedes Unternehmen hat etwas zu sagen. Dabei muss es sich gar nicht hinter einem Produkt verstecken. So hat zum Beispiel ein Frisör nicht nur dann Neuigkeiten, wenn er eine Rabattaktion anbietet. Er kann Tipps zur Haarpflege und zum Styling geben. Er kann seine MitarbeiterInnen vor den Vorhang holen. Er kann alte Hausmittel auf ihre Wirksamkeit testen. Er kann mit Mythen aufräumen oder über Neuigkeiten in der Branche berichten. Er kann Rezepte veröffentlichen, die das Haar von innen stärken. Er kann über Haartrends aus längst vergangenen Zeiten erzählen oder erklären, welche Haarfarbe zu welchem Typ passt. Oder er greift aktuelle Begebenheiten auf – und wenn es das Wetter ist – und spielt damit. Bestimmt finden sich auch unzählige Dos und Don’ts-Listen, die er veröffentlichen könnte 😉. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Mit Informationen wie diesen kann man seine KundInnen unterhalten, baut eine emotionale Bindung auf und beweist gleichzeitig, wie versiert man in seinem Fachgebiet ist.

Drittes Do: Die richtige Sprache finden!

Die Geschichte kann noch so spannend sein, sie wird zu Tode langweilen, wenn sie falsch erzählt wird. Sie wird abschrecken, wenn sie vor Rechtschreibfehlern nur so strotzt. Sie wird verärgern, wenn sie zu plump oder zu theatralisch geschrieben ist. Und sie wird dem Image des Absenders massiv schaden, wenn sie inhaltlich falsch ist. Die Leserin oder der Leser muss in einer zielgruppengerechten Sprache angeschrieben werden. Die Artikel müssen gut recherchiert sein. Sie brauchen ein strategisches Storytelling – und natürlich eine perfekte Rechtschreibung.

Drittes Don’t: Zu viel oder zu wenig in den Newsletter packen!

Manche Newsletter lassen einen in der E-Mail scrollen und scrollen und scrollen – und wirken dadurch abschreckend. Andere wiederum sind schon auf den ersten Blick so arm an Informationen, dass sie gleich gelöscht werden. Im Idealfall bietet man der Leserin oder dem Leser mehrere Themen an, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass sich der Empfänger angesprochen fühlt. Drei Themengebiete sind eine gute Zahl. Dabei kann eine gute Newsletter-Story zwar durchaus länger sein, darf aber diese Länge erst durch einen Weiterlesen-Klick entfalten. Für die E-Mail selbst reicht ein Bild und ein ansprechender Teaser-Text, der zum Weiterlesen einlädt.

Bonus-Do: Wortschneiderei-Newsletter

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