DSGVO

DSGVO

2018-05-19

Lesen in 2 Minuten

Mein persönliches Unwort des Monats – wenn nicht sogar des ganzen Jahres – steht für mich schon länger fest. Wenn ich es nur höre oder lese – und das tue ich viel zu oft – stellen sich die Nackenhaare auf und in meinem Kopf baut sich eine Blockade auf, wie früher in der Mathematikstunde: „Gegeben sind zwei quadratische Gleichungen…“ – zack, Nackenhaare, Fluchtgedanken.


Genauso läuft das jetzt, sobald ich lese: „Datenschutzgrundverordnung“. Alles sträubt sich, ich würde mich am liebsten sofort umdrehen und das Weite suchen, muss mich aber zwingen weiterzulesen. Schließlich bin ich betroffen und muss mich da durchquälen. Und Informationen dazu findet man überall, wahrscheinlich ist das sogar mein Hauptproblem. Vielleicht wäre es besser gewesen, ich hätte mir das 80-Seiten Konvolut einfach mal von Vorne bis Hinten zu Gemüte geführt, bevor ich überhaupt irgendetwas anderes dazu gehört hätte. Bevor ich die zig Videos von Experten-Erklärungen und Tutorials gesehen habe, bevor ich Artikel mit Titeln wie „10 Steps zur DSGVO“ oder „5 Maßnahmen und Sie haben Ihre Daten im Griff“ angeklickt habe.

Sudern = nicht hilfreich2

Mittlerweile habe ich nun so viele Tipps und Erklärungen gelesen, die sich zum einen widersprechen, zum anderen alles noch viel komplexer machen, dass ich nun lieber ein paar quadratische Gleichungen lösen würde, als meine Meldung für das Datenverarbeitungsregister endlich fertigzustellen.

Die Blockade im Kopf hat auch gleich ein paar Argumente mitgebracht:

Tja. So kann das der trainierte Suder-Österreicher sehen. Stimmt nur leider nicht wirklich und helfen tuts auch nichts. Schließlich ist die DSGVO nichts Neues. Eigentlich ist sie schon vor zwei Jahren in Kraft getreten. Am 25. Mai 2018 endet nur die Frist, bis zu der wir sie alle umgesetzt haben müssen.

DSGVO = Chance zur Traumabewältigung2

Also werde ich meiner persönlichen Blockade jetzt den Kampf ansagen. Vielleicht könnte ich danach ja einen Blog zum Thema „DVA-Register in fünf Schritten“ verfassen… Nein, mache ich nicht. Versprochen. Im Gegenteil, ich verteile jetzt einfach mal gute Stimmung, frei nach Merkel: Wir schaffen das! Und wer weiß, vielleicht löst die Bewältigung des DSGVO-Traumas gleich so einen Glücksrausch aus, dass ich mich gleich noch ein paar Gleichungen widmen kann. Vielleicht kann ich dann berechnen, mit welcher Wahrscheinlichkeit sich psychosomatische Erkrankungen vor dem 25. Mai 2018 noch häufen werden.

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